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Im Stotterc(h)amp

14.09.11 17:29

Von: Alena Bucher

Was ist das Stotterc(h)amp? Das Stotterc(h)amp ist ein Lager für Kinder und Jugendliche, die stottern. Ich gehöre da leider dazu. Stottem ist, wenn man die Wörter immer wiederholt oder im Wort blockiert und nicht mehr weiter sprechen kann.

Mein Ferienerlebnis

 

Als ich beim grossen Zirkuszelt und den Wohnwägen ankam, schüttete es

wie aus Kübeln. Meine Lager- Patin Michi holte mich ab. Ich lernte meine

Zimmerpartnerin kennen. Sie ist aus Deutschland, heisst Vivika und ist sehr

nett. Es folgte eine Vorstellungsrunde. Dann wurde uns erklärt was alles

gemacht wird, wo die Zimmer sind und und und. Danach gingen wir in den Wald

und vernahmen, dass wir ein Baumhaus bauen werden! Das taten wir dann

auch gleich. Ganz nebenbei erfuhren wir, dass wir in einem Action- Film

mitspielen können! Da war ich natürlich sofort Feuer und Flamme.

Am Abend kam Willi, das war ein Leiter, mit ihm lernten wir trommeln. Dann

gab es eine Runde, bei der jede/r erzählen konnte, wie es ihm/ihr so ergangen

war. Alle waren noch ein bisschen schüchtern und meldeten sich nicht, so

meldete ich mich halt als Erste. Ich probierte langsam und deutlich zu sprechen,

es gelang mir gut. Als es schon 23 Uhr war, wurde es Zeit, sich in die

Wohnwagen zu verkriechen und zu schlafen.

 

Am nächsten Morgen ging es wieder rasant zu. Eine Gruppe war beim Wald

eigeteilt, eine andere beim Terwoh und eine weitere bei der Küche. Die Küche

versorgte uns mit einem feinen Mittagessen, welches wir gierig verschlangen.

Wir hatten danach eine Mittagspause und eine Patenzeit. Die Woche verging

rasant mit vielen tollen Erlebnissen. Einmal war ich im Terwoh - das ist eine Art

mit Bewegungen das Stottern zu kontrollieren. Wir spielten dazu mit Bällen und

anderen Sachen. Danach machten wir ein kleines Theater. Wir mussten zum

schussligen Eisverkäufer. Doch anschliessend wurde as ernst, wir mussten

(durften) ins Dorf fahren und unsere Lieblingssorte Eis bestellen. Mmm war das

ein Tag, ein süsser :-). 

 

Ein anderer Tag verlief so: Ich war in der Küche zuständig und machte

das Morgenessen, zusammen mit meinen neuen Freunden Rémi und Gregor.

Auch das Mittagessen machten wir eifrig. Danach Kam etwas, was ich

sehnsüchtig erwartet hatte: Das Tauchen! Wir gingen in Gruppen hinunter zum

Bodensee. Dort zogen wir einen Taucheranzug, eine Taucherbrille und Flossen

an. Es erwartete und ein Tauchlehrer und eine Tauchlehrerin. Nacheinander

gingen wir ins Wasser, je 10 Minuten. Wir durften an der hand der Tauchlehrer

durch den See tauchen, das war faszinierend. Einmal hob der tauchlehrer ein

kleines Tier hoch und hielt es mir vors Gesicht. Es war ein kleiner Krebs. Ich

quietschte und zuckte zurück. Als wir auftauchten fragte ich, was das gewesen

war. Er sagte "Eine Hülle voon einem Flusskrebs." :-)

 

Der Tag war anstrengend gewesen, aber mir wurde klar: "MIst, das ist der

letzte Abend!" Am Abschlussabend gab es eine Bar und wer wollte, konnte

etwas vorzeigen. Jemand tanzte zu Michael jackson, jemand führte einen Kampf

vor und ich sang ein Lied. Es war ein wundervoller Abend und auch eine

wundervolle Woche. Danke für die schöne Zeit!